Braut­strauß rich­tig trock­nen

Brautstrauß - Katja Floral Design

Nach der Hoch­zeit wird neben dem Braut­kleid von den meis­ten Bräu­ten auch der Braut­strauß auf­ge­ho­ben. Die­ser soll beim Anblick an den schöns­ten Tag im Leben erin­nern, doch lei­der geht die schö­ne Blü­ten­pracht und fri­sche nach eini­gen Tagen in der Vase ver­lo­ren. Da der Braut­strauß einen hohen Wert für die Braut hat, soll der Strauß auch nach Mona­ten und Jah­ren als ein schö­nes Andenken oder auch Deko-Element erhal­ten blei­ben.

Mit der rich­ti­gen Kon­ser­vie­rungs­me­tho­de kann der Strauß lan­ge halt­bar gemacht wer­den und noch immer Freu­de berei­ten.
Doch auf­ge­passt: nicht jede Blu­me ist gleich halt­bar. Dies soll­te bei der Wahl Ihrer Blu­men berück­sich­tigt wer­den, wenn Sie Ihren Strauß behal­ten möch­ten. Fol­gen­den Blu­men sind für das Trock­nen auf jeden Fall geeig­net und kön­nen ohne Beden­ken benutzt wer­den: Blau­es Hals­kraut, Edel­weiss, Alpen­dis­tel, Laven­del, Rosen, Schlei­er­kraut, Son­nen­blu­men, Hor­ten­si­en, Sta­ti­ce, Rit­ter­sporn, Dis­teln.

Wir haben für die bes­ten Kon­ser­vie­rungs­me­tho­den zusam­men­ge­stellt, damit Ihre Blü­ten­pracht auch noch nach Jah­ren erhal­ten bleibt.

1. Metho­de: Den Braut­strauß trock­nen

Die her­kömm­li­che und leich­tes­te Kon­ser­vie­rungs­me­tho­de ist das ein­fa­che Trock­nen des Strau­ßes. Wie schon oben beschrie­ben soll­te die­se Metho­de nur benutzt wer­den, wenn die Blu­men noch nicht ver­welkt sind. So bekom­men Sie ein bes­se­res Ergeb­nis, als wenn sie nach 1 Woche nach Ihrer Hoch­zeit anfan­gen mit dem Trock­nen.

Die­ses Ver­fah­ren eig­net sich beson­ders für Braut­sträu­ße aus Rosen­blü­ten. Neh­men Sie dazu den Strauß aus dem Was­ser, trock­nen Sie die Stie­le und hän­gen Sie ihn mit den Blü­ten nach unten an einem Faden auf.

Lagern Sie Ihren Strauß an einem tro­cke­nen, küh­len und dunk­len Ort für ca. 1- 2 Mona­te auf, somit wer­den die Far­ben best­mög­lich erhal­ten und Sie bekom­men ein bes­se­res End­ergeb­nis.

Damit die getrock­ne­ten Pflan­zen nicht brü­chig wer­den, soll­ten Sie Ihren Strauß ein­fach mit Klar­lack oder Haar­spray ein­sprü­hen – und Voi­la schon ist Ihr Braut­strauß fer­tig getrock­net.

Sie kön­nen den Strauß in einer Vitri­ne stel­len, damit die­ser nicht zum Staub­fän­ger wird. Wenn Ihr Strauß dann doch stau­big wird, kön­nen Sie die­sen her­vor­ra­gend mit einem Föhn ent­stau­ben.

2. Metho­de: Blü­ten des Braut­strau­ßes pres­sen

Eine wei­te­re Mög­lich­keit den Braut­strauß lan­ge halt­bar zu machen, die jedoch etwas läs­tig ist, ist das Pres­sen der Blü­ten des Braut­strau­ßes.

Bei die­ser Metho­de ord­nen Sie die Blü­ten und Stie­le auf meh­re­re Lagen Zei­tungs­pa­pier an. Dar­über legen Sie dann ein wei­te­res Stück Zei­tungs­pa­pier. Anschlie­ßend pres­sen Sie die­sen Sta­pel mit schwe­ren Büchern zusam­men. Wech­seln Sie jeden Tag das Zei­tungs­pa­pier, damit das Papier die Feuch­tig­keit der Blu­men ent­zieht.

Anstel­le von Zei­tungs­pa­pier kann auch nor­ma­les Lösch­pa­pier ver­wen­det wer­den. Ach­ten Sie beim Anord­nen dar­auf, das Sie mit Gum­mi­hand­schu­hen oder mit einer Pin­zet­te arbei­ten, da das Haut­fett die Farb­in­ten­si­tät der Blu­men scha­det.

3. Metho­de: Tro­cken­pul­ver

Mit die­ser Metho­de kön­nen Sie Ihren Strauß mit Hil­fe von Tro­cken­pul­ver oder Tro­cken­salz kon­ser­vie­ren. Das Tro­cken­pul­ver bzw. Salz gibt es in jedem Dro­ge­rie­markt.

Aber kei­ne Sor­ge: mit­tels dem Pul­ver wer­den den Blu­men nur die Feuch­tig­keit ent­zo­gen, d.h. die Blu­men ent­hal­ten kei­ne che­mi­schen Stof­fe.

Die Durch­füh­rung ist sehr simp­le: plat­zie­ren Sie Ihren Strauß auf eine Lage Zei­tungs­pa­pier mit dem Pul­ver und dre­hen Sie ihn vor­sich­tig um die Längs­ach­se. Danach stel­len Sie den Strauß in eine Vase und bestäu­ben ihn von oben noch­mals mit dem Pul­ver. Die Ein­wirk­zei­ten des Pul­vers sind unter­schied­lich. Fol­gen Sie ein­fach den Hin­wei­sen der Ver­pa­ckung des Tro­cken­pul­vers oder Tro­cken­sal­zes.

4. Metho­de: Kon­ser­vie­rung mit Gel oder Wachs

Alle bis jetzt beschrie­be­ne Metho­den haben den Nach­teil, das die Blu­men Ihre Far­be ver­lie­ren und ver­blas­sen. Wenn Sie eine Metho­de suchen, die das ver­hin­dert emp­feh­len wir Ihnen das Ein­wach­sen Ihres Braut­strau­ßes. So blei­ben die Far­ben der Blu­men erhal­ten und kann sehr gut auf­be­wahrt wer­den.

Für das Ein­wach­sen der Blu­men, wird der Strauß in ca. 60° hei­ßes Bas­tel­wachs ein­ge­taucht. Dabei wird der Stil der Blu­men lang­sam gedreht bis der Strauß voll­stän­dig mit dem Wachs bedeckt ist. Zum Trock­nen kön­nen Sie den Strauß vor­sich­tig auf­hän­gen. Für einen hüb­schen Kris­tall­ef­fekt strei­chen Sie klei­ne Salz­kör­ner auf die Spit­zen der Blü­ten.

Statt durch­sich­ti­gem Wachs kön­nen auch ande­re Far­ben genutzt wer­den und noch schö­ne­re Effek­te erzielt wer­den. Wenn sie sich unsi­cher sind, kön­nen Sie auch einen Pro­fi um Rat bit­ten. So kön­nen Sie sich sicher gehen, dass nichts falsch gemacht wird.

Wenn Sie die Vari­an­te mit Gel nut­zen möch­ten, soll­ten Sie zu aller erst die Blü­ten mit Silikagel befül­len und für paar Tage einem trock­nen und war­men Ort abstel­len. Anschlie­ßend soll­ten Sie das Gel ablau­fen las­sen.

Die­se Metho­de ist etwas anspruchs­vol­ler als die ande­ren Ver­fah­ren, des­we­gen soll­ten Sie Ihren Braut­strauß von einem Flo­ris­ten auf­be­rei­ten las­sen. So bleibt Ihre Blü­ten­pracht lan­ge erhal­ten.