Hoch­zeits­man­deln

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Fri­sche Man­deln haben einen bit­ter­sü­ßen Geschmack, wel­cher die süßen und bit­te­ren Sei­ten, somit die Höhen und Tie­fen, des Ehe­le­bens ver­sinn­bild­licht. Durch den Zucker­über­zug wird dem Wunsch Aus­druck ver­lie­hen, dass das Leben der Jung­ver­mähl­ten stets mehr süß, also geprägt von Glück und Freu­de, als bit­ter sein soll. Die fünf Man­deln sol­len dem Braut­paar und sei­nen Gäs­ten Lie­be, Glück, Wohl­stand, Gesund­heit und Frucht­bar­keit besche­ren. Die Ursprün­ge der Hoch­zeits­man­deln bzw. auch Tauf­man­deln las­sen sich bis in die Anti­ke zurück­ver­fol­gen. Auf­grund ihres geschütz­ten Kerns galt die Man­del als Sym­bol für Frucht­bar­keit und Schwan­ger­schaft und wur­de im anti­ken Rom oder Grie­chen­land von den Gäs­ten bei Fei­ern zur Hoch­zeit oder zur Geburt eines Kin­des gestreut. Ihre süße Umhül­lung erhielt die Man­del zunächst in Form eines Honig­über­zugs, spä­ter, mit Ein­füh­rung des Rohr­zu­ckers in Euro­pa, ent­stand die heu­te bekann­te Form des Zucker­man­tels, in wel­chem die Hoch­zeits­man­del seit­dem geklei­det ist.

Hoch­zeits­man­deln sind eines der wohl bekann­tes­ten Gast­ge­schen­ke auf einer Hoch­zeit und basie­ren auf einer lan­gen Tra­di­ti­on. Der Brauch geht bis ins 17. Jahr­hun­dert zurück, wenn­gleich heut­zu­ta­ge auch nicht mehr ganz klar ist, aus wel­chem Land die klei­nen Lecke­rei­en wirk­li­ch stam­men. Für die einen sind Hoch­zeits­man­deln daher typi­sch ita­lie­ni­sch und für die ande­ren gel­ten sie als bekann­te Süßig­keit Frank­reichs. Eben­so wird häu­fig behaup­tet, der Brauch stam­me ursprüng­li­ch aus Grie­chen­land. Hoch­zeits­man­deln oder auch Tauf­man­deln wer­den oft­mals auch als Man­del­d­ra­gees bezeich­net. Bei Hoch­zeits­man­deln han­delt es sich um bit­te­re Man­deln, die mit einem süßen Zucker­man­tel umzo­gen sind. Der bit­ter­sü­ße Geschmack der Man­deln soll das Ehe­le­ben wie­der­spie­geln, wel­ches sowohl Süße als auch Bit­te­re Zei­ten mit sich bringt. Hoch­zeits­man­deln wer­den meis­tens auf Hoch­zei­ten oder auch Tau­fen als Gast­ge­schen­ke ver­schenkt. Eine unge­ra­de Anzahl an Man­deln wird in der Regel in Organ­z­as­äck­chen oder Kar­to­na­gen hüb­sch ein­ge­packt und anschlie­ßend ver­teilt. Am weit­ver­brei­tets­ten sind die wei­ßen klas­si­schen Man­deln, heut­zu­ta­ge gibt es sie jedoch in allen erdenk­li­chen Far­ben und Geschmacks­rich­tun­gen.

Hoch­zeits­man­deln – Geschich­te

Die Geschich­te und Her­kunft der Hoch­zeits­man­deln ist bis heu­te nicht ganz belegt, es gibt jedoch ver­schie­de­ne Theo­ri­en über den Ursprung des Brauchs.

  • Die fran­zö­si­sche Her­kunft: Ein Apo­the­ker aus Ver­dun in Frank­reich such­te im Jahr 1220 nach einer Mög­lich­keit, sei­ne Man­deln für den Trans­port halt­ba­rer zu machen. Zu die­sem Zweck nutz­te er Rohr­zu­cker und Honig, mit denen er die Man­deln über­zog und dana­ch mit­tels Hit­ze här­te­te. Es dau­er­te nicht lan­ge und die so ent­stan­de­nen Süßig­kei­ten erfreu­ten sich gro­ßer Beliebt­heit unter der Bevöl­ke­rung. Glei­cher­ma­ßen wur­den ihnen außer­dem ver­schie­de­ne posi­ti­ve Eigen­schaf­ten nach­ge­sagt wie bei­spiels­wei­se eine hei­len­de und aphro­di­sie­ren­de Wir­kung, ein wohl­rie­chen­der Atem und eine posi­ti­ve Wir­kung auf die Ver­dau­ung. Die Man­deln wur­den dar­auf­hin immer häu­fi­ger fes­ter Bestand­teil von fami­liä­ren Fest­lich­kei­ten wie etwa Tau­fen, Hoch­zei­ten oder Kom­mu­nio­nen. Wäh­rend die nor­ma­le Bevöl­ke­rung dabei auf ein­fa­che Bon­bon­schach­teln zurück­griff, so nutz­ten die Adli­gen hin­ge­gen wert­vol­le­re Auf­be­wah­rungs­ge­fä­ße, die aus Gold, Sil­ber oder Kris­tall bestan­den. Letzt­end­li­ch kamen die Hoch­zeits­man­deln auf die­sem Wege sogar an den Hof des fran­zö­si­schen Son­nen­kö­nigs Lud­wig XIV
  • Die ita­lie­ni­sche Her­kunft: Zu Zei­ten der Römer leb­te ein Con­fi­seur mit Namen Juli­us Dra­ga­tus, wel­cher das Dra­gee erfun­den haben soll. Er ließ dafür eine Man­del in einen Topf Honig fal­len und ver­schenk­te die­se spä­ter zu einer Tau­fe.
  • Die grie­chi­sche Her­kunft: In der grie­chi­schen Anti­ke wur­de das Wort tra­gem ver­wen­det, wel­ches über­setzt Süßig­keit bedeu­tet und zudem für die Bezeich­nung einer Spei­se ver­wen­det wur­de, wel­che am Ende einer Mahl­zeit gereicht wur­de. Dar­aus ent­wi­ckel­te sich letzt­end­li­ch das heut­zu­ta­ge bekann­te Dra­gee.

 

Hoch­zeits­man­deln – ande­re Län­der ande­re Sit­ten

Hoch­zeits­man­deln sind wohl eines der bekann­tes­ten Gast­ge­schen­ke auf Hoch­zei­ten, sowohl in Deutsch­land als auch im Aus­land. Jedoch ist die Hoch­zeits­man­deln Bedeu­tung und Tra­di­tio­nen die hin­ter den Man­deln ste­cken in den ver­schie­de­nen Län­dern auch teil­wei­se unter­schied­li­ch.

Hoch­zeits­man­deln – Grie­chen­land

In Grie­chen­land kommt den Hoch­zeits­man­deln eine ganz beson­de­re Bedeu­tung zu. Dort sind die mit einem Zucker­man­tel über­zo­ge­nen Man­deln übri­gens als ” Kouf­e­ta ” bekannt. In Grie­chen­land wird immer eine unge­ra­de Zahl an Hoch­zeits­man­deln in eine Bon­bon­nie­re gepackt. Der Tra­di­ti­on nach, nimmt man eine unge­ra­de Anzahl, weil die Unteil­bar­keit ein Sym­bol für die Unzer­trenn­lich­keit des Braut­paa­res sein soll. Des Wei­te­ren sagt man, wenn eine unver­hei­ra­te­te Frau ihre Hoch­zeits­man­deln unter ihr Kopf­kis­sen packt, wird sie in der Nacht von ihrem zukünf­ti­gen Ehe­mann träu­men. Die Hoch­zeits­man­deln erhal­ten die Gäs­te übri­gens mor­gens, am Tag der Hoch­zeit, wenn sich alle fer­tig machen.

Hoch­zeits­man­deln – Ita­li­en

In Ita­li­en ist es typi­sch, dass fünf Hoch­zeits­man­deln in einem Organ­z­as­äck­chen oder einer Kar­to­na­ge ver­schenkt wer­den. Die Ver­pa­ckun­gen wer­den beson­ders schick gestal­tet und in der Regel befin­den sich auf den Ver­pa­ckun­gen der Name des Paa­res und das Hoch­zeits­da­tum. Jede ein­zel­ne Man­del hat eine Hoch­zeits­man­deln Bedeu­tung. So ste­hen die fünf Man­deln für Gesund­heit, Reich­tum, Glück, Kin­der­se­gen und Lang­le­big­keit. Wün­sche, die an das Braut­paar gerich­tet sind.

Hoch­zeits­man­deln – eng­lisch­spra­chi­ger Raum

Im eng­lisch­spra­chi­gen Raum sind die uns bekann­ten Hoch­zeits­man­deln unter dem Namen Jor­dan Almonds bekannt. Jedoch steht hin­ter ihnen nicht wie in Grie­chen­land und Ita­li­en irgend­ei­ne beson­de­re Tra­di­ti­on oder Brauch, man ori­en­tiert sich zwar ger­ne dar­an, aber vor­wie­gend wer­den die Jor­dan Almonds auf Hoch­zei­ten im eng­lisch­spra­chi­gen Raum auf Hoch­zei­ten ver­schenkt, weil sie schön aus­se­hen und den meis­ten gut schme­cken.

Hoch­zeits­man­deln – Far­ben und Bedeu­tung

Hoch­zeits­man­deln gibt es in vie­len ver­schie­de­nen Far­ben und jede Far­be bringt auch eine unter­schied­li­che Bedeu­tung mit sich.

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  • Gold: Gold ist eine vor­neh­me und edle Far­be, die vor­wie­gend mit Reich­tum asso­zi­iert wird.
  • Sil­ber: Auch die Far­be Sil­ber ver­kör­pert etwas edles und steht ähn­li­ch wie Gold für Wohl­stand.
  • Weiß: Gen­au genom­men ist Weiß kei­ne Far­be son­dern viel mehr ein Zustand, wel­cher für Rein­heit und Voll­kom­men­heit steht, Eigen­schaf­ten die man auch mit der Ehe asso­zi­iert.
  • Bor­deaux: Rot ist ja bekannt­li­ch die Far­be der Lie­be. Ins­be­son­de­re dunkle Rot­tö­ne wie Bor­deaux sym­bo­li­sie­ren Eigen­schaf­ten wie Ero­tik, Lei­den­schaft und Sinn­lich­keit. Eigen­schaf­ten, die in kei­nem Ehe- und Lie­bes­le­ben feh­len.
  • Rosa: Neben Rot, auch als die Far­be der Lie­be bekannt. Rosa steht für Zärt­lich­keit, Roman­tik und Zunei­gung, Din­ge die auch im Ehe­le­ben von gro­ßer Bedeu­tung sind.
  • Hell­blau: Die Far­be Blau an sich gilt als beru­hi­gend und sinn­li­ch. Sym­bo­li­siert die Far­be Hell­blau jedoch auch die Ernst­haf­tig­keit und Tie­fe, Din­ge die in dem noch so zucker­sü­ßen Ehe­le­ben nicht außer Betracht gelas­sen wer­den dür­fen.
  • Flie­der: Flie­der ist eine sehr femi­nin und ein­fühl­sam wir­ken­de Far­be. Zudem ist es eine Abstu­fung von Lila, wel­che wie­der­um eine offi­zi­el­le Kir­chen­far­be ist.

Hoch­zeits­man­deln als Deko­ra­ti­on

Die Hoch­zeits­man­deln kön­nen aber auch deko­ra­tiv genutzt wer­den. So wer­den sie gern in Rot­wein­glä­sern und Glas­schüs­seln gefüllt. Die Man­deln erhält man heut­zu­ta­ge in vie­len Far­ben, damit sie auch farb­li­ch zu dem Mot­to der Hoch­zeit abge­stimmt wer­den kön­nen. Für All­er­gi­ker gibt es eben­falls eine tol­le Alter­na­ti­ve – Scho­ko­dra­gees, die auf Wunsch sogar in Man­del­form und vie­len Far­ben ver­füg­bar sind. In unse­rem Shop fin­den sie zum Bei­spiel auch sil­ber­ne und gol­de­ne Hoch­zeits­man­deln – für fei­er­li­che Ereig­nis­se wie die Silber- oder Gold­hoch­zeit. Eine herz­li­che Idee ist es, die Hoch­zeits­man­deln für die Fei­er als Tisch­kar­te zu dra­pie­ren. Zusam­men mit einem klei­nen Kärt­chen, auf dem der Name des jewei­li­gen Gas­tes und ein Man­del­ge­dicht geschrie­ben steht.

Hoch­zeits­man­deln – Hoch­zeits­man­deln Spruch

Wie für fast jede Lebens­la­ge gibt es auch zu den Hoch­zeits­man­deln jede Men­ge Sprü­che und Weis­hei­ten. Hier eine klei­ne Aus­wahl. Einen Man­del­s­pruch legt man übri­gens mit in die Bon­bon­nie­re mit rein.

” Süß und bit­ter wie das Leben,
sind die fünf Man­deln, die wir Euch geben!
Dem jun­gen Paar fünf Wün­sche auf dem Weg zu geben
Gesund­heit, Wohl­stand, Glück, Kin­der und ein lan­ges Leben! ”

” Fünf Man­deln für unse­re Gäs­te,
ein Geschenk mit Tra­di­ti­on zu sol­chem Fes­te.
Sie sind bit­ter und süß wir das Leben,
ste­hen für Glück, Lie­be, Gesund­heit, Erfolg und Segen.
Die­se Wün­sche beka­men wir heu­te von Euch für unser Wohl
als Dan­ke­schön geben wir Euch die­se Man­deln als Sym­bol! ”

” Fünf Zucker­man­deln jedem Gast zu schen­ken,
das Leben ist bei­des – bit­ter und süß – gib zu beden­ken.
Fünf Wün­sche dem jun­gen Paar auf den Weg zu geben
– Gesund­heit, Wohl­stand, Glück, Kin­der und ein lan­ges Leben. ”

” Five suga­red almonds for each guest to eat
To remind us that life is both bit­ter and sweet
Five wis­hes for the new hus­band and wife
Health, wealth, hap­pi­ness, child­ren and a long life! ”

Hoch­zeits­man­deln – Ver­pa­ckung

Auch die Ver­pa­ckung der Hoch­zeits­man­deln spielt eine wesent­li­che Rol­le. Am Hofe des Königs wur­den die Man­deln in klei­nen Dös­chen aus Gold, Sil­ber oder Kris­tall über­reicht.

Da sich das ein­fa­che Volk, eine der­ar­tig kost­ba­re Ver­pa­ckung für die Man­deln nicht leis­ten konn­te, zer­schnitt es zu die­sem Zweck den rest­li­chen Tüll, aus dem das Braut­kleid geschnei­dert wur­de, in klei­ne Stü­cke, näh­te dar­aus Säck­chen und befüll­te die­se mit dem erle­se­nen Gast­ge­schenk.

Im grie­chi­schen Raum wer­den vor­zugs­wei­se Organ­z­as­äck­chen, oder auch Bon­bon­nie­re genannt, ver­wen­det. Die­se erhal­tet ihr in allen erdenk­li­chen Far­ben. Im ita­lie­ni­schen Raum wer­den bei­spiels­wei­se vor­zugs­wei­se Kar­to­na­gen zum Ver­pa­cken der Hoch­zeits­man­deln ver­wen­det, auch die­se gibt es in allen erdenk­li­chen Far­ben und For­men.

Ganz gleich wofür ihr euch ent­schei­det, ver­leiht eurer Ver­pa­ckung doch einen indi­vi­du­el­len und per­sön­li­chen Touch, in dem ihr die­se mit per­so­na­li­sier­ten Auf­kle­bern oder bedruck­ten Sat­in­band ver­schließt. Was auch nicht feh­len darf ist ein Spruch Hoch­zeits­man­deln, denn so ein klei­ner Spruch erfreut doch jeden Mal.

Hoch­zeits­man­deln – DIY Rezept

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Die ein­fachs­te Vari­an­te ist es natür­li­ch Hoch­zeits­man­deln zu kau­fen. Wer jedoch Spaß und Freu­de am Zube­rei­ten von so klei­nen Lecke­rei­en fin­det, der kann ja ein­fach mal einen Selbst­ver­su­ch star­ten.

Zuta­ten:

  • Man­deln
  • 200 g Kuver­tü­re
  • 3 EL Zucker

 

Schritt 1

Als ers­tes müs­sen die Man­deln sor­tiert wer­den, denn um schö­ne Hoch­zeits­man­deln zu bekom­men, eig­nen sich nur die bes­ten und größ­ten Nüs­se. Anschlie­ßend ist es jedem selbst über­las­sen, ob die Nüs­se geschält wer­den sol­len oder nicht. Falls ja, ein­fach die Man­deln für einen Moment im Was­ser erhit­zen, bis sich die Haut leicht abstrei­fen lässt.

Schritt 2

Als nächs­tes muss die Kuver­tü­re erhitzt wer­den. Hier kann nach Belie­ben wei­ße, brau­ne oder schwar­ze Scho­ko­la­de ver­wen­det wer­den. Sobald die Kuver­tü­re flüs­sig ist, gibt man 3 EL Zucker hin­zu und ver­rührt alles. Der Zucker in der Scho­ko­la­de sorgt dafür, dass die Hül­le hin­ter­her hart und Zucker­ar­tig wird.

Schritt 3

Im letz­ten Schritt wer­den die Man­deln ein­fach in die Scho­ko­la­de getunkt und zum Trock­nen auf ein Git­ter, Back­pa­pier und Tel­ler gelegt. Wenn die Man­deln getrock­net sind, wird der Schritt noch ein­mal wie­der­holt.

Tipp

Wenn ihr bun­te Hoch­zeits­man­deln haben wollt, dann nehmt am bes­ten wei­ße Kuver­tü­re und gebt ein paar Sprit­zer Lebens­mit­tel­far­be hin­zu.

Hoch­zeits­man­deln – Man­deln

Haupt­be­stand­teil der Hoch­zeits­man­deln ist, wie der Name schon sagt die Man­del. Doch wor­aus besteht so eine Man­del? Wel­che wich­ti­gen Nähr­stof­fe sind in ihr erhal­ten? Alles rund um die Man­del, erfahrt ihr im nach­fol­gen­den Abschnitt.

Man­del­f­rucht

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Die Man­del gehört zu den Stein­früch­ten und ist wie der Aprikosen- und Pfir­sich­baum ein Stein­obst­baum. Die Man­del­f­rucht ist von einer har­ten, stein­ar­ti­gen Scha­le umhüllt und ist sowohl der die Frucht als auch der Samen des rosa blü­hen­den Man­del­baums. Den Man­del­baum fin­det man vor­wie­gend in war­men Regio­nen wie dem Mit­tel­meer­raum und Kali­for­ni­en, aber auch in Vorder- und Zen­tral­asi­en. Der hit­ze­ver­träg­li­che und wind­fes­te Man­del­baum beginnt im Febru­ar zu blü­hen und kann ab Juli geern­tet wer­den.
Die Man­del­f­rucht an sich wird auch oft als Nuss bezeich­net, hat eine gespitz­te Eiform und ist in der Regel 2 cm lang und 1 cm breit. Die Man­del ist im inne­ren weiß und von einer dün­nen brau­nen Haut umge­ben.

Zu dem unter­schei­det man zwi­schen der bit­te­ren und süßen Man­del. Die süße Man­del ist die, die zum Ver­zehr geeig­net ist. Die bit­te­re Man­del hin­ge­gen ent­hält die gif­ti­ge Blau­säu­re. Jedoch wird die Bit­ter­man­del zur Her­stel­lung von ver­schie­de­nen Ölen und Aro­ma­stof­fen ver­wen­det. Wäh­rend des Her­stel­lungs­pro­zes­ses der Öle und Aro­ma­stof­fen, wird die gif­ti­ge Blau­säu­re jedoch ent­fernt.

Die süße Man­del hin­ge­gen gibt es in allen erdenk­li­chen Vari­an­ten zu kau­fen. Ob nun als gan­ze Nüs­se als Snack für zwi­schen­durch, als Teil von Nuss­mi­schun­gen oder blan­chiert, gesplit­tert, gehackt oder als fei­ne Plätt­chen zum Backen und Ver­zie­ren. Des Wei­te­ren sind Man­deln eben­falls als Flo­cken, Mehl, Öl, But­ter oder als Man­del­mi­ch erhält­li­ch. Pro­duk­te die beson­ders von Vege­ta­ri­ern, Vega­nern und Men­schen die Wert auf eine basi­sche und aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung legen, kon­su­miert wer­den.

Sind Man­deln gesund?

Neben einer Men­ge an wich­ti­gen Nähr- und Vital­stof­fen wirkt sich der regel­mä­ßi­ge Ver­zehr von Man­deln posi­tiv auf unse­re Gesund­heit aus. Schon eine hand­vol­le Por­ti­on Man­deln am Tag kann Herz­krank­hei­ten vor­beu­gen und Ver­stop­fun­gen besei­ti­gen. Des Wei­te­ren ver­bes­sern Man­deln das Haut­bild und sor­gen für gesun­des Haar. Und das schöns­te an die­ser Wun­d­er­frucht? Man­deln machen nicht dick!

Man­deln ent­hal­ten jede Men­ge an wich­ti­gen Nähr­stof­fen, sind reich an ver­dau­ungs­för­dern­den Bal­last­stof­fen und sind voll­kom­men Glu­ten­frei. Somit eig­nen sich Man­deln opti­mal zur Zube­rei­tung von Glu­ten frei­en Pro­duk­ten, was ins­be­son­de­re für Men­schen mit einer Wei­zen­all­er­gie und Zöl­li­a­kie von Vor­teil ist.

Nähr­wert­ta­bel­le Man­deln ( je 100g unge­rös­te­te Man­deln)

Brenn­wert575 kcal / 2408 kJ 
Eiweiß21,2 g
Koh­len­hy­dra­te21,7 g
Fett49,4 g
Bal­last­stof­fe12,2 g
Was­ser4,7 g
gesät­tig­te Fett­säu­ren3,73 g
ein­fach unge­sät­tig­te Fett­säu­ren 30,89 g
mehr­fach unge­sät­tig­te Fett­säu­ren12,07 g
Magne­si­um268 mg
Cal­ci­um264 mg
Eisen 3,72 mg
Kali­um 705 mg
Zink 3,08 mg 
Phos­phor 484 mg
Vit­amin B5 0,469 mg
Vit­amin B60,143 mg
Fol­säu­re 50 µg
Vit­amin B10,211 mg
Vit­amin B33,385 mg
Vit­amin B21,014 mg
Vit­amin C0 mg
Vit­amin E 26,22 mg
Vit­amin K10

Außer­dem haben Man­deln eine heil­sa­me Wir­kung bei Sod­bren­nen. Ein­fach 1–2 Man­deln lan­ge und gründ­li­ch kau­en. Die Man­deln neu­tral­sie­ren die Magen­säu­re und schaf­fen dadurch Erleich­te­rung.

Mit Man­deln abneh­men

Immer wie­der hört man von den ver­schie­dens­ten Wun­der­mit­teln, mit denen die Pfun­de pur­zeln sol­len. Ähn­li­ches sagt man auch der Man­del nach. Der Ver­zehr von rohen Man­deln hilft beim Abneh­men, da Man­deln ein­fa­che unge­sät­tig­te Fett­säu­ren ent­hal­ten, die das Sät­ti­gungs­ge­fühl stär­ken und somit ver­hin­dern, dass durch Essen zu vie­le Kalo­ri­en auf­ge­nom­men wer­den. Des Wei­te­ren sor­gen Man­deln für eine gesun­de Ver­dau­ung, wodurch Nähr­stof­fe über die Nah­rung bes­ser auf­ge­nom­men wer­den, was einen bes­se­ren Stoff­wech­sel zu Fol­ge hat, der wie­der­um dafür zustän­dig ist, dass die über­flüs­si­gen Pfun­de pur­zeln.

 

Wie lan­ge sind Man­deln halt­bar?

Da Man­deln einen Fett­ge­halt von etwa 60% haben führt der Kon­takt mit Sau­er­stoff dazu, dass die Man­deln schnell ran­zig wer­den, daher soll­ten die­se immer in einem Luft­dich­ten Behäl­ter an einem küh­len und tro­cke­nen Ort auf­be­wahrt wer­den. Nach dem Öff­nen soll­ten die Man­deln inner­halb von 3 Mona­ten ver­zerrt oder ver­ar­bei­tet wer­den.