Kos­ten einer Hoch­zeit

hochzeitskosten_800

Was kos­tet eine Hoch­zeit?

Das haben, zum Glück, Sie selbst in der Hand! Sie kön­nen es klein, fein und beschei­den ange­hen, dem Main­stream fol­gen (hier­zu­lan­de: um 8.000 bis 20.000 Euro) oder es rich­tig kra­chen las­sen. Übri­gens brau­chen Sie sich eigent­lich um ihre Hoch­zeits­kos­ten über­haupt kei­ne Sor­gen zu machen, wie sich gleich zei­gen wird. Den­noch stellt sich die Fra­ge, wie auf­wen­dig – sprich wie teu­er – denn die Fei­er­lich­kei­ten zur Ver­mäh­lung aus­fal­len sol­len. Umfra­gen bele­gen, dass rund 20 Pro­zent der Deut­schen für einen deut­lich fünf­stel­li­gen Kos­ten­be­reich hei­ra­ten wol­len, wobei das längst nicht jedes Paar rea­li­siert. Der weit­aus größ­te Teil der Braut­paa­re (etwa 65 Pro­zent) bewegt sich im erwähn­ten Mit­tel­feld, eine Min­der­heit von rund 15 Pro­zent möch­te und kann deut­lich weni­ger als 5.000 Euro für die Hoch­zeit aus­ge­ben. Doch wor­an ori­en­tiert man sich?

In den Jah­ren 2008 bis 2012 hei­ra­te­ten die Deut­schen im gro­ßen Durch­schnitt für 5.300 Euro, die meis­ten Paa­re (über 90 Pro­zent) waren im Nach­hin­ein über­rascht von den Kos­ten. Sie woll­ten den schöns­ten Tag ihres Lebens natür­lich ange­mes­sen gestal­ten, dabei ver­lo­ren sie viel­fach die Kos­ten aus den Augen – oder woll­ten sie nicht wahr­ha­ben. Das beginnt bei der Pla­nung der Gäs­te, deren Zahl nicht von Armut oder Reich­tum, son­dern schlicht von der Grö­ße der Fami­lie abhängt. Dabei soll­ten sich Hoch­zeits­paa­re nicht scheu­en, recht vie­le Ver­wand­te ein­zu­la­den, denn die­se geben in der Regel Geld­ge­schen­ke. Das führt bei durch­schnitt­lich situ­ier­ten Fami­li­en oft dazu, dass die Hoch­zeit – nichts kos­tet. Aller­dings kann das Paar dies vor der Hoch­zeit schlicht und ergrei­fend nicht wis­sen.

Die Trau­ungs­ze­re­mo­nie ist natür­lich preis­wer­ter, doch auch die­se Kos­ten dür­fen Sie nicht unter­schät­zen. Das Hoch­zeits­au­to ist eben­so obli­ga­to­risch wie viel­leicht Live­mu­sik auf dem Stan­des­amt oder in der Kir­che, der Blu­men­schmuck, pro­fes­sio­nel­le Hoch­zeits­bil­der, Trau­rin­ge und nicht zuletzt die Klei­dung des Braut­paa­res. Die­se Kos­ten machen meist etwa 15 bis 25 Pro­zent der Hoch­zeits­kos­ten aus, rund 70 Pro­zent ent­fal­len auf die rei­ne Fei­er, also die Anmie­tung der Loca­ti­on, die Bewir­tung, das Feu­er­zeug und die Musik (DJ, Band oder bei­des). Noch ein­mal 5 bis 10 Pro­zent gibt jedes Hoch­zeits­paar für Klei­nig­kei­ten wie Taxi­fahr­ten, Spen­den, Ein­la­dungs­kar­ten und klei­ne Deko­ra­ti­ons­ar­ti­kel aus.

Um die Kos­ten zu ermit­teln, müs­sen Sie ver­schie­de­ne Ent­schei­dun­gen fäl­len. Die­se Ent­schei­dun­gen ändern sich noch ein­mal. Selbst das har­mo­nischs­te Paar wird hier teils gegen­läu­fi­ge Auf­fas­sun­gen ent­wi­ckeln, von den Ein­flüs­te­run­gen ihrer Mut­ter und sei­nes Vaters sowie diver­ser ande­rer Rat­ge­ber ganz zu schwei­gen. Daher soll­ten Sie die Pla­nung so zei­tig wie mög­lich begin­nen, ein Jahr im Vor­aus ist nicht ver­früht.

Fra­gen Sie sich:

Hei­ra­ten wir nur stan­des­amt­lich oder auch kirch­lich? An einem oder an zwei Tagen?
Wen laden wir ein? Wie vie­le Per­so­nen grob geschätzt? Etwa 95 Pro­zent der Ein­ge­la­de­nen sagen zu! Wo fin­det die Fei­er statt?
Wie teu­er klei­den wir uns? Wel­che Rin­ge wäh­len wir?
Wie fah­ren wir? Ein Hoch­zeits­au­to mie­ten ist teu­er, viel­leicht kann ein Ober­klas­se­fahr­zeug aus der Ver­wandt­schaft her­ge­rich­tet wer­den.
Was pla­nen wir an peri­phe­ren High­lights? Das wären ein Feu­er­werk, flie­gen­de Tau­ben, Ein­la­gen von Profi-Künstlern und wei­te­re Extras.

Natür­lich kön­nen Sie die Hoch­zeits­kos­ten durch diver­se Maß­nah­men mini­mie­ren, bei­spiels­wei­se indem Sie kei­nen Fei­er­tag wäh­len, sich ein leich­tes Hochzeits-Thema aus­den­ken und bei der Bewir­tung nicht jedem (teu­ren) Vor­schlag des Gas­tro­no­men fol­gen. Hin­sicht­lich der High­lights soll­ten Sie Kos­ten und Effekt genau gegen­ein­an­der abwä­gen: Flie­gen­de Tau­ben vor dem Stan­des­amt sind ein wun­der­schö­nes, aber ver­gleichs­wei­se teu­res Sym­bol, das Feu­er­werk hin­ge­gen – obgleich nicht bil­lig – bleibt in sehr star­ker Erin­ne­rung. Das hängt auch mit dem Ablauf der Ereig­nis­se zusam­men, die Tau­ben flie­gen vor­mit­tags vor dem Stan­des­amt oder der Kir­che, vie­le nach­fol­gen­de Ereig­nis­se über­la­gern die­sen Moment. Das Feu­er­werk bil­det hin­ge­gen den krö­nen­den Abschluss. Aber wie auch immer sie sich ent­schei­den, es muss ihnen gefal­len und soll­te natür­lich nicht den Kos­ten­rah­men spren­gen. Den gol­de­nen Mit­tel­weg zu fin­den, ist nicht immer ein­fach, aber mach­bar.

Wie ermitt­le ich die Kos­ten?

Als ers­tes soll­te vor­ab ent­schie­den und fest­ge­legt wer­den, wie gefei­ert wer­den soll. Bevor­zugt ihr eine klei­ne aber fei­ne Fei­er nur mit einer stan­des­amt­li­chen Trau­ung oder möch­tet ihr eine stan­des­amt­li­che Trau­ung mit anschlie­ßen­der gro­ßer Fei­er? Soll dazu kirch­lich gehei­ra­tet wer­den und wie groß sol­len die Fei­er­lich­kei­ten aus­fal­len? Vie­le Paa­re bevor­zu­gen stan­des­amt­li­che Trau­un­gen an einem Frei­tag oder Sams­tag. Aller­dings ent­fal­len auf die Sams­ta­ge erhöh­te Gebüh­ren.

Erstellt rela­tiv zeit­nah eine Gäs­te­lis­te. Mit der Gäs­te­zahl könnt ihr rela­tiv gut und sicher pla­nen und die anste­hen­den Kos­ten kal­ku­lie­ren. In der Regel sagen 95 Pro­zent aller ein­ge­la­de­nen Gäs­te zu.

Nach­dem ihr die Gäs­te­zahl fest­ge­legt habt, könnt ihr euch diver­se Ange­bo­te von Restau­rants, Hotels oder Partyservice-Anbieter ein­ho­len.

Ein Kos­ten­plan hilft!

Führt einen Kos­ten­plan. Die­ser hilft von Anfang an, den Über­blick zu behal­ten. Ein Kos­ten­plan ver­hilft euch zu einem bes­se­ren Über­blick. Aber was genau ist ein Kos­ten­plan? In einem Kos­ten­plan ste­hen alle Posi­tio­nen, die für eure Hoch­zeit wich­tig sind. Fangt mit den wich­tigs­ten Posi­tio­nen an und erwei­tert sie dann nach und nach.

Pro­mi­nen­te Hoch­zei­ten und was sie gekos­tet haben

♥ Lady Di und Prince Charles hei­ra­te­ten im Jahr 1981 für rund 110 Mil­lio­nen US-Dollar.
♥ Der indi­sche Stahl-Milliardär Vani­sha Mit­tal hei­ra­te­te Amit Bha­tia im Jahr 2005 für 66 Mil­lio­nen Dol­lar, ihre Gäs­te beka­men die Hoch­zeits­ein­la­dung zusam­men mit dem First-Class-Ticket nach Paris in einem sil­ber­nen Käst­chen.
♥ Im Jahr 2011 hei­ra­te­te Prince Wil­liam sei­ne Braut Kate Midd­le­ton für 34 Mil­lio­nen Dol­lar.
♥ Der bri­ti­sche Fuß­ball­star Way­ne Roo­ney hei­ra­te­te Cole­en McLough­lin 2008 in Genua, die Fei­er fand auf einer Luxus­jacht vor der Rivie­ra statt: 8 Mil­lio­nen Dol­lar.
♥ Eliza­beth Tay­lor hei­ra­te­te 1991 den Hand­wer­ker Lar­ry For­ten­sky für 4 Mil­lio­nen Dol­lar, sie mie­te­ten als Loca­ti­on die Never­land Ranch von Micha­el Jack­son.
♥ Nur 2,2 Mil­lio­nen Dol­lar brauch­te hin­ge­gen Rock­star Chris­ti­na Agui­le­ra, und 2005 ihren Bräu­ti­gam Jor­dan Brat­man im Nap­pa Val­ley zu ehe­li­chen. Immer­hin gönn­te sich Agui­le­ra ein Hoch­zeits­kleid für 80.000 Dol­lar.