Die indische Hochzeit

Die indische Hochzeit

Die indische Hochzeit

Mit „Hochzeiten rund um die Welt“ wollen wir euch Inspirationen für eure Traumhochzeit zu geben. Vielleicht findet ihr gar neue zauberhafte und individuelle Ideen, die ihr in eure Feier einbinden könnt. Hier der zweite Teil: Die indische Hochzeit.

Hochzeiten rund um die Welt: Die indische Hochzeit

Indische Hochzeiten dauern meist mehrere Tage und beinhalten verschiedensten Arten von Zeremonien, wie bspw. das Bemalen der Hände und Füße der Braut. Das Werfen von Blumenblättern, wie z.B. Rosenblätter, soll Glück bringen.

Die Hochzeit wird traditionell in drei Teile geteilt:

Am Tag vor der Hochzeit werden die letzten Vorbereitungen getroffen und beide Familien können sich kennen lernen, zusammen Spaß haben und tanzen. Die Familien beten zusammen, um den Brautpaar Glück mit auf den Weg zu geben.

Der Altar wird am Tag der Hochzeit fertig gestellt und der Bräutigam wird von der zukünftigen Schwiegermutter in Empfang genommen. Seine Füße werden gewaschen und ihm wird Milch und Honig gereicht. Die zukünftige Schwägerin versucht seine Schuhe zu stehlen und wenn sie erfolgreich ist, muss er sie zurück kaufen.
Der Bräutigam trägt traditionell einen Turban, mit Blumen geschmückt, um ihn vor bösen Geistern zu beschützen.

Die Brauteltern geleiten die Braut zum Altar. Sie essen vor der Hochzeit nichts, um rein für die Zelebration zu bleiben. Der Sari der Braut ist an den Schal des Bräutigams gebunden, um die Einheit der Seelen zu zelebrieren.

In indischen Hochzeiten wird die Mangala Sutra um den Hals der Braut gebunden anstatt Ringe auszutauschen. Es ist eine Kordel mit zwei goldenen Anhängern und wird vom Bräutigam mit drei Knoten gebunden, um den Zusammenhalt der Seelen für 100 Jahre zu symbolisieren. Die Kette lässt andere erkennen, das die Frau verheiratet ist.

Eine schöne Tradition beinhaltet das Tanzen um das heilige Feuer. Sie umrunden das Feuer vier mal, um Dharma, Kama, Artha und Moksha zu repräsentieren. Dann rennen beide zu ihren Stühlen. Wer zuerst ankommt, wird das Oberhaupt des gemeinsamen Hauses.

Nach der Hochzeit wird die Braut von ihren Brüdern hinaus getragen. Danach geht sie zum Haus des Bräutigams, wo ihre Schwiegermutter schon ein Behältnis mit Reis am Eingang platziert hat. Die Braut muss den Reis verschütten, indem sie den Behälter mit ihrem rechten Fuß umkippt – ein Zeichen von Reichtum und es symbolisiert, dass die Braut ihre neue Verantwortung akzeptiert.

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