Baumstamm sägen

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Baumstamm sägen

Das gemeinsame Zersägen eines Baumstammes ist auch nach Jahrzehnten noch sehr beliebt. Dieses Ritual ist ein schönes Symbol für die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt des frisch vermählen Paares und ist Brauch und Hochzeitsspiel in einem.

Beim Baumstamm zersägen wird ein Sägebock mit einem meist dicken Stamm aufgestellt, so dass er den beiden frisch Vermählten den Weg versperrt. Meist wartet der Sägebock direkt nach der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung auf das Brautpaar. Dann wird es sportlich: um den Weg freizubekommen müssen Braut und Bräutigam den Stamm zersägen. Dazu bekommen sie eine (stumpfe) Schrot- oder Holzsäge ausgehändigt. Nur durch perfekte Zusammenarbeit lässt sich die Säge durch Ziehen und Entlasten durch den Baumstamm führen.

Den Weg freiräumen für eine glückliche Zukunft

Die zum Teil doch Recht schweißtreibende Arbeit wird von den Hochzeitsgästen oft und gerne kommentiert. Zeigt das gemeinsame Ritual doch, wer den aktiven und den passiven Part inne hat, wer eher nachgibt und ob das Brautpaar künftige Hindernisse in der Ehe gemeinsam bewältigen kann.Wenn es dem Paar gelungen ist, den Stamm auseinander zu sägen, können die Hochzeitsgäste auf der Holzfläche unterschreiben. Das Brautpaar erhält den Baumstamm dann als Erinnerung an die Hochzeitsfeier und den ersten gemeinsamen Erfolg.

Geben und Nehmen

Der alte Brauch stammt wahrscheinlich aus Süddeutschland und der Schweiz, ist aber in ganz Deutschland weit verbreitet. Symbolisch steht das Zersägen für den Beweis, dass das Brautpaar Aufgaben und Hürden im Ehealltag bewältigen kann. Wenn beide abwechselnd Geben (ziehen) und Nehmen (entlasten) funktioniert das Sägen.

Was braucht man zum Baumstamm sägen?

Für das „Baumstamm zersägen“ benötigt man:

♥ einen Baumstamm

♥ einen Sägebock

♥ eine Bogensäge

♥ Handschuhe für Braut und Bräutigam

Flairelle Tipp:

Es empfiehlt sich einen Baumstamm mittleren Durchmessers. Ist der Stamm zu dick dauert das gemeinsame Sägen zu lange. Ist er zu dünn, kommen Braut und Bräutigam nicht recht ins schwitzen. Ein Durchmesser zwischen 30 und 50 Zentimetern hat sich bewährt. Für die Braut sollte man einen Schutz für das Kleid bereithalten, denn wo Gesägt wird fallen auch Späne. Gut geeignet sind eine große Schürze. Trägt die Braut sehr filigrane oder offene Schuhe ist es ratsam auch für kurze Zeit das festliches Schuhwerk mit festen Stiefeln tauschen.