Interview mit einer Hochzeitsfotografin

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Momente für die Ewigkeit – Tipps zur Hochzeitsfotografie Die Hochzeit ist die Krönung einer Beziehung und ein unvergessliches Erlebnis. Der Weg zum Standesamt oder zur Kirche, das Anstecken der Ringe und der Anschnitt der Hochzeitstorte… Fast jedes Paar möchte diese Momente für die Ewigkeit festhalten. Oft begleitet ein professioneller Fotograf das Paar und die Feier mit der Kamera. Damit Sie mit dem Ergebnis auch rundum zufrieden sind, gibt es ein paar kleine Kniffe, die Sie schon bei Ihren Hochzeitsvorbereitungen einplanen können. Die Fotografin Eva-Maria Schmidt verrät im Gespräch mit FLAIRELLE worauf Paare achten sollten:

Mein Name ist Eva-Maria Schmidt, ich bin 33 Jahre alt und Mama von zwei wundervollen Kindern (Lara, 4 Jahre und Lian, 1 Jahr). Seit dem ich denken kann habe ich mein ganzes Umfeld mit meinem „10 auf 15-Blick“ genervt. Jetzt, wo ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, finden es alle toll. Mein beste Entscheidung in meinem Leben nach der Hochzeit mit meinem Mann und der Geburt meiner kleinen Kinder war die Gründung von SinnBilder und der Weg in die Selbständigkeit, denn jetzt kann ich ganz offiziell machen, was ich immer wollte: Bilder, Bilder, Bilder!

Was erwartet Paare, die sich für einen professionellen Fotografen entscheiden?

Sie wollen den schönsten Tag ihres Lebens eben auch in den allerschönsten Bildern für die Ewigkeit festhalten, um sich immer wieder daran erinnern zu können. Am Tag der Hochzeit passiert so viel, dass es auch toll ist, im Nachgang Bilder zu haben, um sich auch an den kleinsten Details noch mal zu erfreuen, die am Tag selber etwas untergegangen sind. Vor allem den Paarbildern wird immer größere Bedeutung zugemessen und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Einfach nur dastehen und sich von der Familie ablichten lassen, ist nicht mehr gefragt – und das ist auch gut so!

Was empfehlen Sie Paaren, die noch nie gemeinsam vor der Kamera gestanden haben?

Sich zu entspannen und den Tag zu genießen! Das kommt dann auch auf den Bildern rüber. Eigentlich müssen sie sich gar keine Sorgen machen, dafür bin ich ja da! Wenn Ideen und Wünsche da sind, werden sie selbstverständlich umgesetzt, aber wenn nicht, dann mache ich das schon mit meinen Brautpaaren, sie können einfach noch mal genießen, Zeit zu Zweit zu haben, bevor der große Trubel losgeht. Mit mir soll es in erster Linie immer Spaß machen! Oft sage ich auch, dass sie einfach noch mal ein paar Minuten ganz für sich allein haben. Dann fotografiere ich durch Büsche oder Blumen versteckt hindurch, das werden die schönsten und gefühlvollsten Aufnahmen!

Wie viel Zeit muss man für ein Shooting einplanen?

Ideal wären 1,5 bis 2 Stunden. Dabei sollte man auch die Fahrzeiten beachten, wenn die Fotos woanders stattfinden sollen als Nähe Kirche oder dem Ort, wo die Feier stattfindet. Spielraum nach oben ist dabei immer gut und das Paar (und ich geraten nicht unter Zeitdruck. Stress ist ja das Letzte, was man am Tag der Hochzeit gebrauchen kann. Aber auch mit weniger Zeit kann man schöne Fotos machen, es gibt dann nur nicht so eine große Auswahl, die für z.B. die Erstellung eines Fotobuches aber toll wäre.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Hochzeitsfotos?

Ich empfehle meinen Brautpaaren immer, das Paarshooting vor der Kirche zu machen. Das sitzt das Make-up und die Frisur noch perfekt und das Wichtigste ist, dass noch keine Gäste warten. Das setzt nämlich enorm unter Druck und man will eigentlich nur noch zur Feier zurück und das ist ja schade!

Wann sollte das Fotoshooting beginnen?

Viele Paare lassen sich schon bei den Vorbereitungen fotografieren, dem sogenannten „Getting Ready“. Die Vorbereitung auf den schönsten Moment ist spannungsvoll und einzigartig. Dabei können Detailaufnahmen vom Brautkleid, von den Accessoires, beim Styling, beim Ankleiden und zum Beispiel der Sektanstoß mit den Brautjungfern festgehalten werden. Ansonsten sollte man etwa eine halbe Stunde vor der Kirche fertig sein, dass ich als Fotografin auch noch genügend Zeit habe zur Kirche zu kommen.

Und wenn es zum angesetzten Fototermin regnet?

Das ist gar nicht dramatisch, man kann bei jedem Wetter schöne Bilder machen! Natürlich ist das Brautpaar dann traurig, aber ich sage immer, die Trauung ist meist drin und die Feier auch, und es ist doch viel zu schade, sich die Laune durch etwas vermiesen zu lassen, was man ohnehin nicht ändern kann. Ich habe auch immer große, weiße Herzregenschirme dabei, die sehen toll aus!

Was sollte man noch beachten?

Super ist es, wenn beim Paarshooting ein Trauzeuge oder Geschwister o.ä. dabei sind, sozusagen als Assistenz zum Schleier halten, Kleidung richten, pudern usw. Gerne können bei mir auch persönliche Accessoires mitgebracht werden, damit die Bilder ganz individuell sind, aber sonst habe ich auch immer ein paar schöne Sachen dabei! Toll ist auch, wenn alle wissen, dass es einen offiziellen Fotografen gibt. Ich versuche gerade in der Kirche ganz dezent zu fotografieren, aber wenn dann ganz viele drauf los blitzen ist das natürlich nicht so schön und stört die Zeremonie. Und natürlich sollte man darauf schauen, dass einem der Stil des Fotografen auch gefällt. Ich liebe beispielsweise tolle Portraits der Gäste gerade bei den Glückwünschen, bin verrückt auf kleine versteckte wundervolle Momentaufnahmen, die vielleicht kaum jemand mitbekommt, ich liebe Detailaufnahmen und harmonische, klare, verspielte Bilder!

Vielen Dank an Eva-Maria Schmidt!